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Link/Gaida-Orgel Pauluskirche Ulm 475.00EUR
Beschreibung

4 Manuale und Pedal, deutsch-romantisch, erbaut von Gebr. Link in 1910, restauriert und erweitert von Thomas Gaida in 2015

Mit diesem Sample-Set präsentieren wir eine der schönsten deutschen romantischen Orgeln, die Link/Gaida-Orgel der Pauluskirche in Ulm. Die Orgel wurde ursprünglich 1910 von der Orgelbaufirma Link gebaut und in den Jahren 2013-2015 von dem Orgelbauer Thomas Gaida restauriert und vergrößert. Es wurde darauf geachtet, die deutsch-romantischen Klangeigenschaften zu erhalten und gleichzeitig ein Instrument mit unübertroffener Flexibilität durch die Hinzufügung von 10 Registern zu schaffen, die als Auxiliare gebaut wurden. Diese Register können unabhängig auf jedem Manual registriert werden und sind in verschiedenen Tonhöhen verfügbar, während sie gleichzeitig von der normalen Koppeltraktur ausgeschlossen sind. Nach der Abnahme der restaurierten Orgel schrieb der Sachverständige, KMD Gerhard Klumpp, in seinem Abnahmeprotokoll "Die Einweihungskonzerte waren überwältigende Demonstrationen des einmaligen romantischen Klangs dieser Großorgel. Die Orgel ist in ihrer Einzigartigkeit in weitem Umkreis unübertroffen. Ich persönlich kenne kein Instrument, das der Paulusorgel gleich kommt oder sie gar in ihrem romantischen Charakter übertrifft."

Für weitere Informationen können Sie das umfangreiche Booklet anschauen, welches im Sampleset enthalten ist.

Disposition:

I. Hauptwerk C-a3 II. Schwellwerk C-a3 III. Schwellwerk C-a3
        (Teilwerke A / B separat koppelbar) 
I Contraviolon 32’  II Bourdon 32’  II Bourdon 32’ 
II Bourdon 32’ II Lieblich Gedeckt 16’ II Lieblich Gedeckt 16’
  Principal 16‘   Geigenprincipal 8’ A Flötenprincipal 8’
I  Violon 16’   Bourdon 8’ A Flöte 8’
I  Salicional 16’ II Gedeckt 8’ A Quintatön 8’
II Lieblich Gedeckt 16’   Flauto amabile 8’ A Viola 8’
  Principal 8’   Aeoline 8’ A Viola céleste 8’
I  Gamba 8’   Voix céleste 8’ II Gedeckt 8’
  Fugara 8‘   Octave 4’ A Fugara 4’
  Konzertflöte 8’   Flöte 4’ A Violine 4’
  Doppelgedeckt 8’   Flauto dolce 4’ B Traversflöte 4’
  Gemshorn 8’   Quinte 2 2/3’ B Nasard 2 2/3’
I  Dulciana 8‘   Piccolo 2’ A Flageolet 2’
II Gedeckt 8’   Terz 1 3/5’ B Clarinette 8’
  Quinte 5 1/3’   Mixtur 4-5fach 2’ B Vox humana 8’
  Octave 4‘   Kornett 5fach 8’ III  Oboe 8’
  Geigenprincipal 4‘ II  Trompete 16‘ III  Oboe 4’
  Rohrflöte 4’ II  Trompette harmonique 8’   Tremolo 
I  Dolce 4’ II Corno 4‘ II Trompete 16’
  Quinte 2 2/3’   Clairon 4’ II Trompette harmonique 8’
  Octave 2’ II  Basson 16’ II Corno 4’
  Mixtur 3fach 2 2/3’ II  Fagott 8’ II Basson 16’
  Mixtur 3-5fach 1 1/3’ II  Fagott 4’ II Fagott 8’
  Kornett 4-5fach 8’   Tremolo  II Fagott 4’
  Trompete 8’ III Oboe 8’ I Tuba 16’
  Tremolo  III Oboe 4’ I Tuba 8’
  Contraposaune 32’ I Tuba 16’ I Tuba 4’
I  Tuba 16’ I Tuba 8’ I Violon 16’
I  Tuba 8’ I Tuba 4’ I Salicional 16’
I  Tuba 4’ I  Contraviolon 32’ I Gamba 8’
II Trompete 16’ I Violon 16’ I Dulciana 8’
II Trompette harmonique 8’ I Salicional 16’ I Dolce 4’
II Corno 4’ I Gamba 8’   Cymbalum 
II Basson 16’ I Dulciana 8’ Solo  Flauto mirabilis 8’
II Fagott 8’ I Dolce 4’ Solo  Flauto mirabilis 4’
II Fagott 4’  Solo  Flauto mirabilis 8’ Solo  Flauto mirabilis 2’
III Oboe 8’ Solo  Flauto mirabilis 4’ Solo  Flauto mirabilis 1’
III Oboe 4’ Solo  Flauto mirabilis 2’ Solo  Flute céleste 8’
Solo  Flauto mirabilis 8’ Solo  Flauto mirabilis 1’ Solo  Flute céleste 4’
Solo  Flauto mirabilis 4’ Solo  Flute céleste 8’ Solo  Clarinet 8’
Solo  Flauto mirabilis 2’ Solo  Flute céleste 4’ Solo  Clarinet 4’
Solo  Flauto mirabilis 1’ Solo  Clarinet 8’   Celesta
Solo  Flute céleste 8’ Solo  Clarinet 4’    
Solo  Flute céleste 4’   Celesta    
Solo  Clarinet 8’        
Solo  Clarinet 4’        
  Celesta        
           
Solo C-a3  Pedal C-f1    
  Flauto mirabilis 8’   Bassus magnus 32’   Contraposaune 32’
  Flauto mirabilis 4’   Principalbass 32’   Posaune 16‘
  Flauto mirabilis 2’   Contraviolon 32’ I Tuba 8’
  Flauto mirabilis 1’   Contrabourdon 32’ I Tuba 4’
  Flute céleste 8’ II Echobourdon 32’ I Tuba 2’
  Flute céleste 4’   Principalbass 16’ II Trompete 8’
  Clarinet 8’   Violonbass 16’ II Trompete 4’
  Clarinet 4’   Subbass 16’ II Trompete 2’
  Tremolo  I Harmonikabass 16’ II Basson 16’
I Contraviolon 32’  II Gedecktbass 16’ II Fagott 8’
II  Bourdon 32’   Quintbass 10 2/3’ II Fagott 4’
I Violon 16’   Octavbass 8’ III Oboe 8’
I Salicional 16’   Bourdon 8’ III Oboe 4‘
II Lieblich Gedeckt 16’ I Cellobass 8’ III Oboe 2’
I Gamba 8’ I Dulciana 8’ Solo  Flauto mirabilis 8’
I Dulciana 8’ II Gedeckt 8’ Solo  Flauto mirabilis 4’
II Gedeckt 8’   Terzbass 6 2/5’ Solo  Flauto mirabilis 2’
I Dolce 4’ I Quintbass 5 1/3’ Solo  Flauto mirabilis 1’
I Tuba 16’   Choralbass 4’ Solo  Flauto mirabilis 1/2’
I Tuba 8’   Flötenbass 4’ Solo  Flute céleste 8’
I Tuba 4’ I Cello 4’ Solo  Flute céleste 4’
II Trompete 16’ I Dolce 4’ Solo  Clarinet 8’
II Trompette harmonique 8’ II Gedeckt 4’ Solo  Clarinet 4’
II Corno 4’ I Quinte 2 2/3’ Solo Clarinet 2’
II Basson 16’ I Cello 2‘   Celesta 4’
II Fagott 8’ I Dolce 2‘    
II Fagott 4’ II Gedeckt 2’    
III Oboe 8’ I Quinte 1 1/3’    
III Oboe 4’        
  Celesta        

 * Solo Clarinet 4' in Manual II, III und Solo sind original nicht vorhanden, da der Platz für die Schalter nicht verfügbar war.

Normalkoppeln:
II/I, III/I, IIIA/I, IIIB/I, III/II, IIIA/II, IIIB/II, I/II, I/III, I/IV, II/III, II/IV, IIIA/IV, IIIB/IV I/P, II/P, III/P, IIIA/P, IIIB/P, P/I, P/II, P/III, P/IV
Superoctavkoppeln (4'):
I/I, II/II, III/III, IIIA/III, IIIB/III, P/P, II/I, III/I, IIIA/I, IIIB/I, III/II, IIIA/II, IIIB/II I/II, I/III, I/IV, II/III, II/IV, IIIA/IV, IIIB/IV, I/P, II/P, III/P, I/P 2‘, II/P 2‘, III/P 2‘
Suboctavkoppeln (16'):
I/I, II/II, III/III, IIIA/III, IIIB/III, II/I, III/I, IIIA/I, IIIB/I, III/II, IIIA/II, IIIB/II, I/II, I/III, I/IV, II/III, II/IV, IIIA/IV, IIIB/IV
Normallage ab: I, II, III, IIIA, IIIB, P

Separate Transponierer (+/- 12 Halbtöne) je Werk

Pizzicato je Werk

Sostenuto je Manual

 

 

 

Details

Die Orgel wurde 2022 mit hochwertigen Mikrofonen in Mehrkanaltechnik aufgenommen. Dabei wurde ein Mikrofonpaar auf Höhe des Orgelprospekts und in kurzer Distanz von der Orgel entfernt positioniert. Diese Mikrofone liefern einen hohen Anteil an direktem Schall, die Orgel klingt dadurch sehr klar. Im Sampleset sind diese Kanäle mit „Direkt“ bezeichnet. Das zweite Paar wurde auf der ersten Empore zu beiden Seiten der Konsole aufgestellt. Dies entspricht also weitestgehend der Hörposition des Organisten. Der Klang zeichnet sich durch ausgezeichnete Transparenz, aber auch einen sehr ausgeprägten Raumklang aus. Im Sampleset sind diese Kanäle mit „Mittel“ bezeichnet. Ein drittes Paar befand sich weiter von der Orgel entfernt im Kirchenschiff, dieses liefert einen sehr Nachhall-betonten Klang. Diese Kanäle sind mit „Raum“ bezeichnet.

Für ein optimales Ergebnis wurden für jede Pfeife mindestens drei Release-Layer (staccato, portato und lang gehaltene Töne) aufgezeichnet. Das Gebläsegeräusch und Tremulantengeräusche wurden ebenfalls aufgenommen. Die Registerzüge und die Traktur sind bei der originalen Orgel so leise, dass eine Aufnahme dieser Geräusche keinen Sinn macht. Dabei wurden unsere selbst entwickelten Aufnahmeroboter eingesetzt, die eine manuell nicht erreichbare Präzision vor allem bei den kurzen Releases ermöglichen, und außerdem dank der präzisen Motorsteuerung einen sehr geräuscharmen Anschlag aufweisen.

Die Aufnahmen erfolgten in 24bit/96kHz ohne jegliche Filterung. Die Bearbeitung der Samples wurde mit unseren selbst entwickelten Bearbeitungswerkzeugen durchgeführt, wobei insbesondere unser spezielles Rauschentfernungsverfahren zu erwähnen ist. Dieses ist für die Eigenschaften von Pfeifentönen optimiert und ermöglicht eine bislang nicht gekannte Qualität der Rauschentfernung ohne Beeinträchtigung der Klangcharakteristik.

Das Sampleset bildet die Orgel mit ihren Spielhilfen originalgetreu in Hauptwerk ab. Es weist einige Besonderheiten auf, die im Folgenden erläutert sind

Auxiliarregister:
Bei der Erweiterung der Orgel von 2013 bis 2015 durch die Firma Gaida wurden unter anderem 10 neue Register eingebaut, die als Auxiliarregister mit einer separaten Ansteuerung ausgeführt wurden. Sie lassen sich getrennt auf allen Manualen schalten und sind in mehreren Fußlagen verfügbar. Dabei sind die Register auf die einzelnen Werke der Orgel verteilt. Die Register sind im Einzelnen:

Manual I bzw. Pedal:

  • Violon 32'-4'
  • Salicional 16'-8'
  • Posaune/Tuba 32'-4'


Manual II (schwellbar):

  • Lieblich Gedeckt 32'-4'
  • Trompette harmonique 16'-4'
  • Fagott 16'-4'


Manual III (schwellbar):

  • Oboe 8'-4'


Manual IV (SOLO):

  • Flauto Mirabilis 8'-1'
  • Flûte Céleste 8'-4'
  • Clarinet 8'-4'


Wie erwähnt sind diese Register separat auf den einzelnen Manualen schaltbar, auf der anderen Seite sind sie von den Koppeln ausgeschlossen. Das bedeutet, dass z.B. die Koppel II/I ein auf dem Manual II gezogenes Auxiliarregister NICHT mit an Manual I ankoppelt. Dies ist ein wichtiger Aspekt, den man bei der Registrierung beachten muss.

Die Auxiliarregister lassen sich sehr einfach an der Beschriftung der Registerschalter erkennen, sie sind in der ersten Textzeile des Schalters mit dem Kürzel des Werkes gekennzeichnet, also mit z.B. „I“ oder „SOLO“.

Das 4. Manual (SOLO) hat außer den entsprechenden Auxiliarregistern keine eigenen Register. Die Schalterreihe für das SOLO-Manual enthält somit ausschließlich Register für Auxiliarregister, und es gibt dementsprechend auch keine Koppeln vom 4. Manual an andere Manuale.

32‘-Register:
Die Orgel verfügt über eine Reihe an 32‘-Registern. Bis auf die Contraposaune 32‘ handelt es sich hier ausnahmslos um akustische 32‘-Register, d.h. der 32‘-Klang ist nicht real vorhanden, sondern wird psychoakustisch durch die Kombination aus 16‘ und der dazugehörigen Quinte 10 2/3‘ erzeugt. Dies ist selbstverständlich auch im Sampleset so realisiert. Dabei gibt es bei dieser Orgel zwei grundsätzlich verschiedene Vorgehensweisen:

Für die 32‘-Register in den Auxiliarreihen Violon und Gedeckt steht kein passendes 10 2/3‘-Register zur Verfügung. Hier wird daher in der unteren Oktave des 32‘-Registers jeweils der entsprechende Ton in 16‘ und zusätzlich eine Quinte darüber gespielt. Ab c0 wird dann das 16‘-Register eine Oktave tiefer gespielt.

Für die 32‘-Register im Pedal (Principal 32‘ und Subbass 32‘) wird jeweils der entsprechende Ton im 16‘-Register gemeinsam mit dem Register Quintbass 10 2/3‘ gespielt. Ab c0 erklingt dann hier nicht nur der 16‘-Ton eine Oktave tiefer, sondern zusätzlich wird die akustische 32‘-Kombination aus 16‘ und 10 2/3‘ weitergeführt.

Das Register Bassus Magnus 32‘ ist ein Gruppenzug. Hier werden die Register wie beim Subbass 32‘ plus Principal 32‘ und zusätzlich noch der Terzbass 6 2/5‘ gespielt.

Tremulanten:
Die Orgel verfügt über 4 Tremulanten, die den Werken I bis IV (SOLO) zugeordnet sind. Vom Tremulanten ausgenommen sind die Auxiliarregister des Hauptwerks, also Violon, Salicional und Tuba. Alle anderen Register sind den jeweiligen Tremulanten zugeordnet. Das bedeutet, dass z.B. der Tremulant in Manual II alle Register des 2. Manuals sowie die Auxiliarregister Trompette harmonique, Lieblich Gedeckt und Fagott, egal, auf welchem Manual sie gespielt werden, betrifft. Spielt man Register der anderen Auxiliarladen auf Manual II, werden diese entsprechend NICHT vom Tremulanten des 2. Manuals betroffen. Dies gilt analog für die anderen Manuale.

Das Sampleset verwendet spezielle Tremulantsamples, d.h. für jede Pfeife wurde ein separates Sample mit eingeschaltetem Tremulanten aufgenommen. Dieses Verfahren liefert bei Orgeln mit viel Hall den bestmöglichen natürlichen Tremulantenklang. Es hat aber auch Nachteile: Zum einen sind die Schwingungen der einzelnen Pfeifen nicht synchron, jede schwingt unabhängig für sich. Die Geschwindigkeit oder Tiefe des Tremulanten lässt sich nicht nachträglich einstellen. Zum anderen kann man nicht im klingenden Ton umschalten. Hier gibt es zwei Optionen, die über den Schalter Tremulant Retrigger auf der Controls-Seite umgeschaltet werden können: Ist Tremulant Retrigger aus, wirkt das Ein- oder Ausschalten des Tremulanten nur auf Töne, die danach gespielt werden. Ist es dagegen an, werden bereits klingende Töne kurz unterbrochen und neu angespielt, so dass der Tremulant sofort wirksam wird. Je nach Ansprechverhalten des jeweiligen Registers ist das mehr oder weniger deutlich hörbar. Am besten klingt der gesamplete Tremulant mit Solostimmen.

Geteilte Windlade Manual III:
Die Windlade des dritten Manuals ist aufgeteilt in III-A und III-B. Die Teilladen sind getrennt koppelbar (z.B. III-A/I oder III-B/I, die Koppel III/I betätigt dann beide Koppeln). Die Zuordnung ist auch hier in der ersten Zeile der Registerschalter aufgeführt, dort steht bei den Registern des 3. Manuals jeweils ein "A" oder ein "B".  

Pedalteilung:
Die Pedalteilung teilt das Pedal in zwei Hälften, die untere Oktave (C-H) und den oberen Teil (c-f1). Im unteren Teil erklingt das Pedal ganz normal, im oberen Teil werden die Pedalregister sowie angekoppelte Register stummgeschaltet und es erklingen nur die Register, die auf dem entsprechenden Manual (z.B. II bei "Pedal-Divide II") registriert sind. Damit kann das Pedal genutzt werden, um z.B. eine tiefer liegende Stimme mit dem Fuß übernehmen zu können. Die Pedal-Divide für die einzelnen Manuale können kombiniert werden, dann erklingen die Register aus allen ausgewählten Manualen. Die Auxiliare sind vom Pedal-Divide ausgenommen, d.h. sie erklingen ganz normal über den kompletten Kompass.

Sforzando:
Der Sforzando-Tritt dient dazu, kurzzeitig eine sehr kräftige Registrierung (Sforzando) zu aktivieren. Die im Set einprogrammierte Registrierung entspricht der Einstellung an der originalen Orgel und ist nicht veränderbar. Das Sforzando ist aktiv, solange der Tritt gedrückt ist, danach wird zur vorherigen Registrierung zurück gewechselt.

Crescendo:
Das Register-Crescendo wird bei dieser Orgel über einen Tritt gesteuert, eine Walze ist nicht vorhanden. Das Crescendo hat 32 Schritte (1-32), in der Position "0" sind keine Register aktiv. Das Crescendo wird über den mit "Walze" bezeichneten Tritt eingeschaltet. Die aktivierten Register werden angezeigt. Das Crescendo ist fest im Sampleset programmiert und nicht veränderbar. Nutzer, die gerne ein eigenes Crescendo erstellen möchten, können hierzu das Master-Crescendo in Hauptwerk verwenden (s. Hauptwerk User Guide für eine Anleitung hierzu). Das Master-Crescendo kann bis zu 4 Programmierungen speichern.

Sostenuto:
Für das Pedal und die Manuale I - III kann eine Sostenutofunktion aktiviert werden. Damit werden gespielte Töne auch nach dem Loslassen der Tasten so lange gehalten, bis ein neuer Ton angeschlagen wird. Das Sostenuto wirkt nicht auf die Auxiliarregister. Bei eingeschaltetem Sostenuto wird auf dem entsprechenden Manual jeweils der zuletzt klingende Ton gehalten, bis erneut eine Taste gedrückt wird. Bei Betätigen des Sostenuto-Tritts werden alle gespielten Töne auch nach dem Loslassen gehalten und klingen weiter, wenn der Tritt wieder losgelassen wird. Wird anschließend erneut eine Taste gedrückt, werden die gehaltenen Töne gelöscht.

Das Sostenuto wirkt nur auf die normalen Register eines Manuals, nicht aber auf die Auxiliare, diese werden also nicht gehalten. Das Sostenuto wirkt ebenfalls nicht auf gekoppelte Register. Sind also bspw. Sostenuto I und die Koppel II/I aktiv, dann klingen die Register im 2. Manual beim Spiel auf dem 1. Manual mit, aber ohne Sostenuto. In umgekehrter Richtung werden die Koppeln deaktiviert. Sind also Sostenuto II und die Koppel II/I aktiv, würden also trotz eingeschalteter Koppel II/I beim Spiel auf dem ersten Manual die Register auf Manual II nicht mitklingen.

Pizzicato:
Das Pizzicato lässt die gespielten Töne nur kurz anklingen, egal, wie lange die Taste gehalten wird. Das Pizzicato bezieht sich auf alle Register eines Werkes, egal, von welchem Manual aus sie gespielt werden, und wirkt auch über Koppeln. „Pizzicato Aux II“ wirkt also z.B. auf die Auxiliarregister Lieblich Gedeckt, Trompette harmonique und Fagott, egal in welcher Fußlage und auf welchem Manual sie gespielt werden. „Pizzicato III“ wirkt z.B. entsprechend auf alle Register im Schwellwerk III (also IIIA und IIIB), auch wenn sie beispielweise über die Koppel III/I von Manual I aus gespielt werden.

Transposition:
Eine Besonderheit der Orgel ist die Möglichkeit, jedes Teilwerk einzeln und unabhängig voneinander zu transponieren, und zwar um +/- 12 Halbtonschritte. Das eröffnet eine Vielzahl von Möglichkeiten, die besonders für zeitgenössische Musik interessant sind. So lassen sich Koppeln in beliebigen Intervallen realisieren. Für die Transponierung sind für jedes Werk drei Schalter vorgesehen, „+HT“ (Halbtonschritt), „=HT“ und „0“. Damit kann die Transponierung auf einfache Weise vorgenommen werden und mit dem Nullsteller schnell zurückgesetzt werden. Die echte Orgel verfügt über ein Statusdisplay, in dem unter anderem auch die Transpositionen angezeigt werden. Ein solches Display ist aber in Hauptwerk nicht umsetzbar, deshalb wurde im Sampleset eine andere Variante realisiert. Für jedes Werk wird die Einstellung im Schalter für die Rückstellung („0“) digital angezeigt, sofern eine Transposition vorgenommen wurde, der Wert also ungleich 0 ist. Die reale Orgel verfügt zusätzlich zur werkweisen Transponierung auch über eine General-Transponierfunktion. Da eine solche Funktion in Hauptwerk standardmäßig und für jedes Sampleset vorhanden ist, wurde auf die Dopplung dieser Funktion im Sampleset verzichtet.

Schwellwerke:
Die Orgel hat zwei Schwellwerke, Manual II und Manual III. Zur Betätigung sind drei Balanciertritte vorhanden, ein Tritt links für den linken Fuß und zwei Tritte rechts. Die beiden rechten Tritte sind standardmäßig den beiden Schwellwerken zugeordnet. Der linke Tritt kann über entsprechende Schalter wahlweise einem oder auch beiden Schwellwerken zugeordnet werden. Auch der rechte Tritt kann für beide Schwellwerke eingestellt werden.

Im Sampleset ist zusätzlich auch die SOLO-Clarinet schwellbar ausgeführt. Diese konnte bei ihrem Einbau in der echten Orgel nicht mehr in den Schwellwerken untergebracht werden, sonst wäre sie auch in der realen Orgel schwellbar ausgeführt.

Die Zuordnung der drei Balanciertritte zu den Schwellwerken (II, III und SOLO-Clarinet) erfolgt im Sampleset durch eine Matrixschaltung auf der Controls-Seite.

Einbindung in Sequencer und Verwendung von Hauptwerk Master Couplers:
Die Sonderfunktionen Pizzicato, Sostenuto, Pedal-Divide und werkweise Transponierung sind im Sampleset in das Setzersystem eingebunden, so dass ihre Einstellungen in einem Stück mit abgespeichert werden können und sie außerdem durch die General-Cancel Funktion auch zurückgesetzt werden.

Die Master-Coupler Funktion von Hauptwerk sollte nicht mit diesem Sampleset genutzt werden. Die diversen Sonderfunktionen (Transposition, Pizzicato, Sostenuto) sind nicht kompatibel mit dieser Funktion und die gleichzeitige Verwendung wird zu unvorhersehbaren Ergebnissen führen.

Stimmung:
In der Hauptwerk-Einstellung „Original Tuning“ erklingt die Orgel in der ihr eigenen Stimmung. Die Stimmung ist nicht 100% präzise, so dass sich ein sehr natürlicher lebendiger Klang ergibt. Bei Verwendung der in Hauptwerk vorhandenen temperierten Stimmungen wird die Orgel sehr exakt auf diese Stimmung eingestellt. Dies kann ein wenig steril klingen, weshalb Hauptwerk eine Funktion zur Zufallsverstimmung beim Laden enthält.

Diese in Hauptwerk eingebaute Zufallsverstimmung kann aber für dieses Set nicht verwendet werden, da es bis heute nicht möglich ist sicherzustellen, dass zusammengehörige Front- und Rear-Samples synchron verstimmt werden (Dies ist eine Einschränkung in Hauptwerk und betrifft alle in Multikanaltechnik aufgenommen Samplesets). Deshalb sind die entsprechenden Parameter im Sampleset auf 0 gesetzt, so dass die Einstellung „random detuning“ von Hauptwerk keine Wirkung hat. Stattdessen enthält das Sampleset eine eigene Pseudozufallsverstimmung. Dabei kann mit den Schiebereglern auf der Controls-Seite der Grad der Verstimmung eingestellt werden, die Werte sind für jede Pfeife zufällig bestimmt, aber unveränderbar in der Definitionsdatei festgelegt. Es sind getrennte Regler für Labial- und Zungenstimmen vorgesehen.

Virtueller Spieltisch

Der virtuelle Spieltisch besteht aus verschiedenen Bildschirmseiten, die für die Bedienung mit Touch-screens optimiert wurden. Alle Bildschirmseiten sind in sehr hoher Auflösung erstellt, so dass auch bei hochauflösenden Bildschirmen die maximale Auflösung des Monitors voll genutzt werden kann. Folgende Bildschirmseiten sind verfügbar:

Console:
Die Console-Seite vermittelt dem Nutzer einen Eindruck vom realen Spieltisch. Wegen der Vielzahl an Registerschaltern und da deren Zustand lediglich durch eine kleine LED in den Schaltern erkennbar ist, wurde auf eine Animation der Registerschalter auf dieser Seite verzichtet. Die Console-Seite dient somit vor allem der MIDI-Zuweisung der Manuale sowie der Balanciertritte.



Single:
Die Single-Seite dient zur Bedienung des Samplesets mit einem Touchscreen. Auf ihr sind alle Registerschalter etc. untergebracht. Dabei wurde trotz der sehr hohen Zahl an Bedienelementen großer Wert auf Lesbarkeit gelegt.

Die Anordnung der Registerschalter orientiert sich dabei an der Anordnung der realen Orgel. Es mussten allerdings die Bedienelemente der linken Seite (Register der Manuale I-III und Pedal), der rechten Seite (Koppeln) und in der Mitte (Transponierer, Register des Solo-Manuals und Effekte) auf einer Seite zusammengeführt werden. Eine weitere Abweichung gegenüber dem Vorbild ergibt sich dadurch, dass die Registerschalter für die SOLO-Register Flauto Mirabilis, Flûte Céleste und Clarinet später zur Orgel hinzugefügt wurden und nicht in die Schalterreihen der Manuale I-III integriert werden konnten, weshalb an diese an der realen Orgel in einer mit „Solowerk“ bezeichneten Extrareihe untergebracht wurden. Für das Sampleset wurde entschieden, diese Schalter in die Reihen der Manuale I-III zu integrieren, um es für den Nutzer übersichtlicher und verständlicher zu machen.



Left/Right:
Diese Bildschirmseiten sind für Nutzer mit zwei Touchscreens gedacht. Durch die Aufteilung auf zwei Seiten kann die Darstellung deutlich lesbarer gestaltet werden, was der Bedienbarkeit zu Gute kommt. Um eine optimale Ausnutzung des verfügbaren Platzes zu erreichen, wurden die Elemente wie folgt auf die beiden Seiten verteilt: Die linke Seite enthält die Registerschalter vom Pedal und den Manualen I und II sowie die Schalter zur Transponierung, die rechte Seite enthält die Register der Manuale III und Solo, die Koppeln und die Spezialeffekte (Pizzicato, Sostenuto etc.).

Die Left/Right-Seiten sind zusätzlich auf im Hochformat realisiert, die Umschaltung erfolgt in Hauptwerk automatisch. Bei dieser Darstellung musste auf eine senkrechte Anordnung der Registerschalter innerhalb der Reihen gewechselt werden, was deutlich von der Anordnung am echten Instrument abweicht.



Control:
Über diese Seite werden verschiedene Einstellungen vorgenommen. Dies sind u.a. die Balance zwischen den Audiokanälen sowie die Einstellung für die Zufallsverstimmung. Ein weiteres zentrales Element auf dieser Seite ist eine Zuordnungsmatrix, mit der die Schwellpedale des Samplesets den am Spieltisch des Nutzers vorhandenen Pedalen zugewiesen werden können. Hierzu werden im ersten Schritt von der Console-Seite aus die am Spieltisch vorhandenen Pedale mit Hilfe der Hauptwerk MIDI-Learn Funktion den in der oberen Reihe gezeigten „Input“- Pedalen zugewiesen. Anschließend kann man in der Matrix anklicken, welches Pedal des Spieltisches welches Pedal der Orgel steuern soll. Sämtliche Einstellungen auf der Controls-Seite lassen sich abspeichern, hierzu stehen 5 Speicherplätze zur Verfügung. Zum Speichern einer Einstellung klickt man zunächst den „Store“-Button an, dieser leuchtet auf, um die Speicherfunktion anzuzeigen. Anschließend klickt man auf einen der 5 nummerierten Buttons, und die Konfiguration wird abgespeichert.

Voraussetzungen
Lizenzbest.

Das Sampleset benötigt einen leistungsfähigen Windows- oder Apple Mac-OS Computer mit einem aktuellen 64-bit-Betriebsystem und die Hauptwerk-Software (Advanced Edition ab Version 5.0). Für ein optimales Ergebnis sind eine ausreichend leistungsfähige CPU (z.B. moderne Hexacore CPU) und genügend Hauptspeicher (RAM) entscheidend. Die folgende Tabelle zeigt den Speicherbedarf in GB für die Samples bei verschiedenen Ladeoptionen an:

  compressed uncompressed
16 bit 20,2 GB 39,5 GB
20 bit 38,8 GB >64 GB
24 bit 39,5 GB >64 GB

 Die von Hauptwerk verwendete Komprimierung der Samples ist verlustfrei, d.h. das Laden mit der Option "compressed" verursacht keinen Qualitätsverlust. Allerdings wird beim Spielen des Sets etwas mehr CPU-Leistung benötigt. Die beste Qualität wird beim Laden mit 24-Bit Auflösung erreicht, mit geringen Einbußen kann jedoch auch die Auflösung von 16-Bit gewählt werden. Da dies in Hauptwerk für jedes Register einzeln eingestellt werden kann, ist es möglich, die Ladeoptionen individuell an den verfügbaren Hauptspeicher anzupassen.

Für die Installation des Samplesets werden ca. 40 GB freier Platz auf der Festplatte benötigt.

Lizenzbedingungen

Die Lizenzbedingungen für unsere Samplesets können Sie hier ansehen.

Installation
Das Sampleset wird ausschließlich als Download (ca. 40 GB) ausgeliefert. Der Download besteht aus mehreren Dateien, die gemeinsam ein gesplittetes Archiv bilden. Zur Installation in Hauptwerk müssen sich diese Dateien alle gemeinsam in einem Verzeichnis befinden. Wählen Sie dann für die Installation die Datei "...part01.rar" aus. Hauptwerk wird automatisch das komplette Set in einem Durchgang installieren. Eine detaillierte Installationsanleitung für Ihre Hauptwerk-Version finden Sie im Hauptwerk Main User Guide. Diesen können Sie in Hauptwerk über das Help-Menü aufrufen.

Während der Installation wird Ihnen die Lizenzvereinbarung angezeigt, die Sie auch in diesem Booklet finden. Sie können mit der Installation nur fortfahren, wenn Sie die Lizenzvereinbarung annehmen.

Dieses Sampleset ist durch das iLok-System geschützt. Zur Installation und zum Spielen der Orgel wird eine gültige Lizenz für das Sampleset benötigt. Hierzu bekommen Sie nach dem Kauf des Sets einen Aktivierungscode per Mail zugesendet. Die Mail enthält auch die Anleitung zur Aktivierung der Lizenz. Erst nach Aktivierung der Lizenz im iLok Licence Manager kann das Sampleset installiert werden.

 

Klangbeispiele

Auf der Contrebombarde Webseite finden Sie bereits einige Stücke, die mit diesem Sampleset eingespielt wurden. 

Hier ist ein Link zu einer Playlist mit diesem Sampleset.

 

Testversion

Dieses Sampleset kann nur mit einer iLok Lizenz genutzt werden, der Download enthält das komplette Set ohne jede Einschränkung. Zum Testen können Sie einen kostenlosen Aktivierungskode für eine 14 Tage Testlizenz  bei uns anfordern, mit dem Sie das Set vollständig und ohne Einschränkung ausprobieren können.

Den Download finden Sie auf unserer Downloadsseite.

 

Verfügbare Optionen:
Bitte klicken Sie auf den kleinen Pfeil rechts am Auswahlfeld, um die Liste der verfügbaren Optionen anzuzeigen. Wählen Sie dann die gewünschte Option durch Klicken mit der linken Maustaste auf den entsprechenden Eintrag aus. Vom normalen Produktpreis abweichende Preise werden in der Liste angezeigt.
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